4.11.2028

Wie Zugvögel

Ein Wort von Ernesto Cardenal hat mich fasziniert:

„Obwohl wir Gott nie gesehen haben, sind wir wie Zugvögel, die an einem fremden Ort geboren doch eine geheimnisvolle Unruhe empfinden, wenn der Winter naht, einen Ruf des Blutes, eine Sehnsucht nach der frühlingshaften Heimat, die sie nie gesehen haben und zu der sie aufbrechen; ohne zu wissen wohin. Sie haben den Ruf des Gelobten Landes vernommen, die Stimme des Geliebten, der ruft: ‚Auf, meine Freundin! Du, meine Schöne, komm! Vorüber ist die Winterzeit, der Regen ist vorbei.'“ (Hld 2,10)